Wald im Allmerspark
Auf einer Gesamtfläche von rund vier Hektar wachsen heute über 1.000 Bäume unterschiedlichen Alters. Nur wenige Wege durchziehen diese naturnahe Waldfläche, eine gärtnerische Gestaltung findet nicht statt. Gerade deshalb konnte sich dieser Naturraum über viele Jahrzehnte besonders gut und weitgehend ungestört entwickeln.
Vor rund 90 Jahren geplant und gepflanzt, ist daraus im Laufe der Zeit ein zusammenhängender Wald entstanden. Heute dürfen wir diesen Bereich im Allmerspark mit gutem Recht „Wald“ nennen.
Wie wurde der Wald zum Wald?
Die Anfänge reichen bis in die 1930er-Jahre zurück, als hier die ersten Abschnitte des neuen Bremer Botanischen Gartens entstanden sind. Im östlichen Teil des heutigen Waldes gab es bereits damals einen Eichen-Hainbuchen-Wald. Durch zusätzliche Pflanzungen geeigneter Bäume und Sträucher wurden in den Jahren 1937-1939 insgesamt sechs Waldgesellschaften angelegt. Diese sollten die wichtigsten Waldtypen Nordwestdeutschlands exemplarisch nachbilden. Mittendrin liegt ein Bereich, der früher als Viehweide genutzte wurde, der sogenannte Hudewald.
Hier hat die Natur Vorrang
Gerade weil die Flächen nur eingeschränkt genutzt wurden, konnte sich die Pflanzen- und Tierwelt gut entfalten. Verschiedenen Baum- und Straucharten sowie eine Krautschicht mit Lerchensporn, Hahnenfuß und Scharbockskraut bilden ein waldtypisches Habitat. Alte Bäume, die umstürzen, verbleiben nach Möglichkeit; stehendes wie liegendes Totholz bietet damit Lebensraum für eine Reihe von spezialisierten Organismen.
Neben zahlreichen Vogelarten sind auch viele Kleinstlebewesen im und auf dem Boden heimisch. Auch vom Weg aus gibt es rätselhafte, offensichtlich bewohnte Baumreste zu beobachten. Wer sich wohl darin verbirgt?
Aufmerksamkeit und Rücksicht sind geboten
Der Wald im Allmerspark ist keine klassische öffentliche Grünanlage, weil er keine gärtnerisch gestaltete Anlage und Freifläche ist. Vielmehr erfüllt er die Voraussetzungen der Anforderungen aus dem Bundeswaldgesetz, wonach ein Wald “jede mit Forstpflanzen bestockte Grundfläche“ ist.
Besucherinnen und Besucher dieser Waldflächen müssen daher mit waldtypischen Gefahren rechnen, etwa mit herabfallenden Ästen, Wurzelaufbrüchen im Wegebereich oder anderen natürlichen Risiken.
Veranstaltungen/Führungen
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Hier finden Sie aktuelle Veranstaltungen im Rhododendron-Park und Botanischem Garten Bremen.