EPS: Gezielt handeln
Der Eichenprozessionsspinner (EPS) ist in diesem Jahr im gesamten Stadtgebiet massiv vertreten – und damit auch im Rhododendron-Park Bremen. Hier wird die Lage aufmerksam beobachtet und es werden Maßnahmen in sensiblen beziehungsweise stark frequentierten Bereichen durchgeführt: etwa an den Spielplätzen und der Gastronomie vor Ort.
Am 11. Juni wurden an verschiedenen Stellen im Park insgesamt 20 Nester des Eichenprozessionsspinners entdeckt. Bereits einen Tag später sind diese Nester von einer Fachfirma entfernt worden. Dabei kam ein spezielles Heißwasserverfahren zum Einsatz. Es gilt als besonders umweltschonend, da auf den Einsatz von Insektiziden verzichtet wird. Die Nester werden durch die Behandlung unschädlich gemacht und entfernt, ohne andere Tier- und Pflanzenarten im Park zu beeinträchtigen.
Künftig setzt der Rhododendron-Park wie auch der Bürgerpark auf eine gezielte Strategie: Vorrangig kontrolliert und behandelt werden Bereiche, in denen sich viele Menschen aufhalten. Dazu gehören insbesondere die Spielplätze und der Gastronomiebereich. „Der Rhododendron-Park beherbergt rund 1.700 Eichen. Eine vollständige Entfernung sämtlicher Nester in den bis zu 30 Meter hohen Bäumen wäre weder technisch und personell noch finanziell zu leisten“, erklärt Parkdirektor Dr. Hartwig Schepker.
Was den Eichenprozessionsspinner problematisch macht, sind seine Brennhaare, die im dritten Larvenstadium Nesselgift enthalten. Werden sie verbreitet, kann das bei Menschen und Tieren Haut- und Augenreizungen sowie Atemwegsbeschwerden auslösen. Damit Besucherinnen und Besucher unseren Park weiterhin genießen können, gilt es folgende Vorsichtsmaßnahmen zu beachten:
- Halten Sie Abstand zu vorhandenen Nestern und berühren Sie oder Ihre Kinder Raupen oder die Gespinstnester nicht.
- Halten Sie sich nicht unnötig lange unter Eichen auf.
Fachleute gehen davon aus, dass das Auftreten des Eichenprozessionsspinners künftig zur Normalität in Deutschland gehören wird. Dr. Hartwig Schepker: „Die dauerhafte Ansiedelung des Eichenprozessionsspinners wird niemand verhindern können. Wir werden also lernen müssen, mit ihm zu leben. Darauf stellen wir uns ein und beobachten die Situation weiterhin aufmerksam. Unser Ziel ist und bleibt es, wo notwendig und möglich die Nester zum Schutze der Gesundheit unserer Besucherinnen und Besucher zu entfernen.“ (Foto: Sarawut – adobe.stock.com)
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