Allmerspark

Alte Landgüter

Der Allmerspark ist neben dem Rickmers-Park eines von zwei Landgütern, aus denen sich der heutige Botanische Garten und Rhododendron-Park Bremen zusammensetzt. Auffällig ist, dass hier nur wenige Rhododendron gepflanzt sind, statt dessen gibt es große Wiesen und Waldareale.

Geschichte

Die Geschichte dieses Parkteils reicht zurück bis 1750, als Bürgermeinster Hieronymus Klugkist an der Horner Heerstraße ein Wohnhaus errichten ließ. (Hier steht heute die Borgwardvilla.) Bis zum Achterdiek erstreckte sich das im Süden von der Eichenallee begrenzte Grundstück über 1,9 km. Der Bremer Senat kaufte 1936 das Gelände, um hier die beschlossene Verlegung des Botanischen Gartens vom Osterdeich nach Bremen-Horn zu realisieren.

Besondere Bäume

Im Allmerspark stehen mit riesigen Sommer-Linden, Rot-Buchen und Säulen-Eiben einige der ältesten Gehölze, die noch auf die Anfangszeiten der Entstehung des Landgutes zurückgehen. Zu den Besonderheiten zählen ein großer Ginkgo an der Wiese bei der Bandelstraße, eine Gruppe von Urwelt-Mammutbäumen am Eingang Horner Heerstrasse, eine riesige Sumpfzypresse auf der großen Rasenfläche sowie mehrere nordamerikanische Mammutbäume. Zu den blütenreichen Gehölzen im Allmerspark gehören der Taschentuchbaum Davidia, der Blauglockenbaum Paulownia und in einzelnen Inseln stehende Rhododendron und Azaleen.

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Gehölzvielfalt im Allmerspark: Im Vordergrund die Azaleen, im Hintergrund der blühende Blauglockenbaum und die Kastanie
Der Taschentuchbaum (Davidia involucrata), zu Hause in China, beeindruckt im Frühjahr durch seine großen weißen Blütenblätter.

Tüxenwald

Ein auf den ersten Blick als ganz normaler Wald wirkender Bereich östlich der großen Rasenflächebirg gleichwohl eine biologische Kostbarkeit: Der bereits bestehende Eichen-Hainbuchenwald wurde zwischen 1937 bis 39 nach den Plänen von Prof. Reinhold Tüxen aus Hannover durch Hinzufügen geeigneter Sträucher und Bäume zu sechs unterschiedlichen Waldgesellschaften entwickelt.  Dies beruhte auf der damals noch ganz jungen botanischen Fachdiszipin Pflanzensoziologie.  Diese Waldabschnitte sollten die wichtigsten Waldformen Nordwestdeutschlands auf kleinem Raum nachbilden.

Hudewald und -wiese

Mitten in diesen Waldgesellschaften liegt ein ehemals als Viehweide genutzter Bereich, bei der alle aufkommenden Gehölze vom Vieh verbissen wurden. Nur die großen Bäume blieben erhalten. So entstand eine natürliche Parklandschaft mit Wiese und wenigen Solitärbäumen. Heute muss die Wiese regelmäßig gemäht werden, um erhalten zu bleiben. Aufgrund der großen Pflanzenvielfalt der Wiese soll diese von den Besuchern nicht betreten werden.

Und jetzt sind wir schon am Heidegarten.

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Auf der Hudewiese im Allmerspark wachsen das ganze Jahr über verschiedene empfindliche Wiesenpflanzen. Hier sind gerade die Anemonen in voller Blüte. Die Wiese sollte daher nicht betreten werden.
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Parkverwaltung

T +49 (0)421 - 427 066 15
info@rhododendronpark-bremen.de

Öffnungszeiten

Der Botanische Garten öffnet täglich
ab 7.00 Uhr seine Türen.

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Jedes Jahr die gleiche Frage: treibt er wieder aus, der Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa)? Und dann kommen sie doch, die schönen blauen Glocken.
zwei große weiße Taschentuchartige Blütenblätter umgeben einen gelben, kugelförmigen Blütenstand.
Wanderungen im verschneiten Tüxenwald sind leider nicht allzuhäufig möglich.
Auch die Grundwassernähe ist typisch für die heimischen Waldgesellschaften.

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